Peelings selber Machen – 9 Methoden, die deine Haut von Akne und Pickeln befreien [mechanisch & chemisch]

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Heute möchte ich dir erklären, was man unter dem Begriff Peeling versteht und weshalb selbst gemachte Peelings deine Haut von Pickel und Akne befreien können.

Peelings können sogar deine Aknenarben verschwinden lassen.

Grund genug, um sich diese Peeling-Methoden genauer anschauen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Verfahren.

Eine Art der Verfahren sind die chemischen Peelings und die anderen sind die mechanischen Peelings.

Chemische und mechanische Peelings

Wie können dir diese Peelings helfen?

Ziel ist es die oberen Schichten deiner Haut zu entfernen. So werden alte Hautschuppen beseitigt.

Wie dir sicherlich bereits bewusst ist, entstehen die klassischen Pickel durch die Entzündung von Mitessern. Diese wiederum exisitieren aufgrund einer Talgdrüsenüberproduktion auf deiner Haut.

Das Problem liegt vor allem darin, dass diese Talgdrüsenausgänge im Laufe der Zeit verhornen.

Die Peelings verfolgen das Ziel dieser Verhornung entgegenzuwirken, um so die Akne lindern zu können.

Ziel von Peelings

Ein weiteres Ziel ist es nicht nur mithilfe von Peelings die Akne loszuwerden  sondern deine Narben zu behandeln und verschwinden zu lassen.

Zusammengefasst:

1.) Entgegenwirkung der Verhornung, um so die Akne zu beseitigen

2.) Behandlung der Aknenarben, um so Narben zu beseitigen

Wie wirken diese chemischen und mechanischen Peelings?

Du musst wissen, dass diese zwei Peelings komplett verschieden wirken und deshalb auch verschieden angewendet werden müssen.

Aber dazu später mehr.

Zunächst möchte ich dir eine Übersicht dazu geben, wie ein chemisches und wie ein mechanisches Peeling wirkt.

Das chemische Peeling:

Bei einem chemischen Peeling wird deine Haut durch Verwendung bestimmter Säuren angeätzt.

Keine Sorge!

Das hört sich nun etwas heftig an, bei einer korrekten Anwendung entstehen jedoch keine Schäden für deine Haut.

DIe Haut anätzen

Das mechanische Peeling:

Das mechanische Peeling beruht auf einem Abschleifeffekt. Die Wirkstoffe, die ich später ausführlich darstelle, beinhalten körniges Material, dass beim Massieren auf der Haut die Oberfläche mechanisch abschält.

haut abschleifen mechanisches peeling

Das hört sich zu Beginn nun vielleicht etwas kompliziert an.

Ich möchte den Unterschied zwischen mechanischen und chemischen Peelings anhand eines Beispiels erklären.

In einem chemischen Peeling wird zum Beispiel eine Fruchtsäure verwendet, die die Haut anätzt und so die obere Schicht abträgt.

In einem mechanischen Peeling können zum Beispiel kleine Teile eines Pfirsichkerns verwendet werden, durch durch Reibung auf der Haut die obere Schicht abschleifen.

Nachdem du nun einen groben Überblick über die Peeling-Methoden hast, steigen wir nun tiefer in die Thematik ein.

Das chemische Peeling und wie es dir nutzt

Wie du bereits weißt wirkt bei einem chemischen Peeling ein Wirkstoff, der die obere Hautschicht entfernt.

Allerdings handelt es sich nicht nur um einen bestimmten Wirkstoffen, sondern es gibt eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die helfen können.

Da sie alle eine „haut-abschilferndene-peelende“ Wirkung haben, bezeichnet man sie auch als Säuren.

Die bekanntesten Wirkstoffe sind

…Fruchtsäuren = Alpha-Hydroxy-Säuren = auch kurz genannt AHAs

…Beta-Hydroxy-Säuren = BHAs

In diesen Wirkstoffen wiederum befinden sich die einzelen Säuren, die die peelende Wirkung verursachen. Zu diesen Wirkstoffen gehören vor allem die…

Glycolsäure

Mandelsäure

Salicylsäure

Azelainsäure

Wie kannst du ein chemisches Peeling anwenden?

Es gibt mehere Möglichkeiten ein chemisches Peeling durchzuführen.

Du kannst dieses Verfahren bei der Kosmetikerin oder in der Hautklinik durchführen. Hier solltest du jedoch darauf achten, dass der Preis für diese Angelegenheit ziemlich hoch sein kann. Mit circa 50 Euro kannst du sicherlich rechnen.

professionelle-peelings sind teuer

Bei der Kosmetikerin wird dir professionell die Säure auf die Haut aufgetragen, um eine Zeitlang einzuwirken.

Diese Prozedur dauert oft mehrere Sitzungen, in denen dir verschiedene Säuren in verschiedenen Konzentrationen aufgetragen werden.

Nach deinem Peeling-Besuch sieht die Haut schlimm aus: rot und sehr gereizt. Aber diesem negativen kurzen Effekt folgt ein tolles Resultat:

Eine neue Haut, die gesund und rein aussieht, kommt danach zum Vorschein!

Beispielhaft wie so ein Besuch beim Kosmetiker oder Hautarzt aussehen kann, erkläre ich dir den Ablauf eines Fruchtsäurepeelings:

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Bei einem Fruchtsäurepeeling wird die natürliche Fruchtsäure Glycolsäure angewendet, um so die Haut zu schälen.

Mit der Gycolsäure wird die obere Hautzellschicht abgelöst und entfernt.

Bevor du zum Hautarzt gehst, solltest du bereits mehrere Tage davor alle anderen Hautmittel absetzen und ohne Make-Up beim Hautarzt erscheinen.

Die Behandlung sieht dann oft wie folgt aus:

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1.) Deine Haut wird gründlich gereinigt.

2.) Anschließend wird eine hochprozentige Säure – in diesem Fall die Gycolsäure – als Gel in dein Gesicht und wenn nötig auf dein Hals aufgetragen.

3.) Nun muss die Säure eine kurze Zeit einwirken, dann wird sie abgewaschen.

4.) Da aufgrund der Säurebehandlung die Poren deiner Haut geöffnet sind, wird meistens eine manuelle Reinigung durchgeführt – das heißt Mitesser und Komedonen werden speziell ausgereinigt.

Die Vorteile:

Die Vorteile eines chemisches Peelings liegen darin, dass deine Haut reiner wird und du insgesamt ein schöneres Hautbild bekommst.

Außerdem wirst du definitiv weniger Mitesser, also Komedonen, bekommen.

Die Nachteile:

Der Nachteil liegt vor allem darin, dass für den sichtbaren Erfolg mehrere Behandlungen notwendig sind.

Und, du denkst es dir wahrscheinlich schon, jede Behandlung kostet viel Geld: von 30 bis zu 50€ kostet eine Behandlung.

Wichtig(!): Nach der Behandlung hast du eine sehr lichtempfindliche Haut, daher solltest du am Anfang die Sonne und das Solarium meiden.

Es sind zudem leichte Rötungen und Brennen auf der Haut möglich, die aber nach ein paar Tagen abklingen.

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Was halte ich von dem chemischen Peeling

Viele halten das chemische Peeling für eine super Variante, um die Akne endlich tiefgründig wegbekommen.

Der Erfolg von chemischen Peelings kann man auch kaum abstreiten – es gibt sehr viele Erfahrungsberichte, die mit einem chemischen Peeling ein tolles Ergebnis erzielt haben.

Aber:

Man darf die Nebenwirkungen einer solchen Methode nicht vergessen.

Was meine ich damit?

Chemische Peelings weisen eine Reihe von Nebenwirkungen auf, die oft kaum erwähnt werden.

Ein Beispiel: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Hauttypen. Grob gesagt, gehen der Haupttyp von sehr hellhäutig bis mediterran (dunkel).

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Bei einem sehr dunklen Hauttyp kann es sein, dass bei einem chemischen Peeling die Haut aufhellt und eher Narben entstehen.

Es gilt also: Je dunkler der Hauttyp, desto ungeeigneter wäre ein chemisches Peeling.

Welche weitere Dinge sollte man beachten?

Weitere Nebenwirkungen hängen davon ab, ob das chemische Peeling entweder nur oberflächlich oder tief die Haut behandelt.

Denn ein oberflächliches Peeling ist in der Regel völlig harmlos, da nur die Haut beginnt sich nach der Behandlung zu schälen.

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Eine tiefes Peeling kann dazu führen, dass sich die Haut infiziert, da auch tiefere Hautschichten abgetragen werden.

In Kombination mit Sonnenlicht und beispielsweise der Pille kann ein tiefes Peeling zu Pigmentstörungen führen.

Es gilt also: Je tiefer das Peeling ist, desto höher ist das Risiko für Hautinfektionen.

Welche weitere Dinge sollte man beachten?

Weitere Nebenwirkungen hängen davon ab, welche genaue Substanz man verwendet. Wie oben erläutert, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten von Substanzen:

Fruchtssäure (AHA)

Trichloressigsäure (TCA)

Phenol

Fruchtsäure weist kaum Nebenwirkungen auf.

Warum?

Gesichtsmaske PeelingDieses chemische Peeling wirkt nur sehr mild und trägt die oberen Hautschichten ab. Somit ist die Gefahr einer Infektion sehr gering.

Fruchtsäurenpeelings werden nur im Gesicht angewandt und sind auch eher für leichte Akne geeignet.

Problematisch wird es bei der Trichloressigsäure.

Denn diese Substanz wirkt deutlich agressiver auf die Haut ein, das heißt es wird nicht nur die obere Hautschicht abgetragen, sondern auch tiefere Hautschichten werden angegriffen.

Auch mit der Trichloressigsäure kann nur eine oberflächliche Wirkung erzielt werden, welche dann wie die Fruchtsäure als ungefährlich einstufen ist.

Jedoch soll mit dieser Substanz eher ein Abtragung von Flecken, Falten und sogar Aknenarben erreicht werden.

Deshalb wird ein mitteltiefes TCA-Peeling angewandt, zu dem ich später im nächsten Abschnitt etwas erkläre.

Das Problem des TCA-Peelings liegt darin, dass es hier zu einen Infektion mit Viren und Bakterien kommen kann und eher dunkelhäutige Typen auf einmal hellere Haut bekommen können.

Kommen wir nun zur dritten Substanz: Das Peeling mit Phenol trägt sehr tiefe Hautschichten ab und kann somit tiefe Falten und Narben im Gesicht entfernen.

Diese Methode ist absolut nicht zu empfehlen!

Die Abheilung dauert nach der Behandlung bis zu 1 Monat und man muss einen Verband tragen.

Phenol kann im Körper auf das Herz, die Leber oder die Niere giftig wirken, was zu Erkrankungen führt!

Es gilt also: Während Fruchtsäure ungefährlich ist und der Haut hilft, solltest du die Finger von Phenol lassen!

Ein Spezialfall, den man differenziert betrachten sollte, ist die Trichloressigsäure, also das TCA-Peeling.

Warum das TCA-Peeling trotz eventueller Nebenwirkungen sinnvoll sein kann

Bei einem TCA-Peeling wird eine Konzentration von 10% bis zu 20% verwendet.

Wie stark eventuelle Nebenwirkungen sind, hängt davon ab, wie hoch die Konzentration der Substanz und wie lang man die Substanz auf der Haut einwirken lässt.

Wie findest du nun heraus, ob bei dir ein TCA-Peeling Sinn macht?

Die Frage, ob ein TCA-Peeling bei dir sinnvoll ist und wie hoch bei dir die Konzentration sein sollte, hängt von deinen individuellen Hauteigenschaften ab.

Wenn du also eine sehr sensible Haut hast oder auch an zusätzlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis leidest, dann kann es gefährlich werden, wenn du ein TCA-Peeling machst.

Es gilt also: Verwende kein TCA-Peeling bei

starkem Stress

Lichtempfindlichkeit

Schwangerschaft

Kortisoneinnahme

Ekzeme auf deiner Haut

Neurodermitis

Du siehst:

Es hängt von sehr verschiedenen Faktoren ab, ob bei dir ein TCA-Peeling sinnvoll ist oder nicht.

Und deshalb empfehle ich, dass du dich bei einem TCA-Peeling an eine Hautklinik oder ein Kosmetikstudio wendest, die genau abschätzen können, ob ein Peeling sinnvoll ist und in welcher Menge / Konzentration es bei dir angewendet werden soll.

Wichtig!:

Da es sich um eine kosmetische Behandlung handelt, übernimmt deine Krankenkasse nicht die Kosten!

Das heißt bei einer professionellen Behandlung durch eine Hautklinik oder einer Kosmetikerin, kannst du mit einem Preis von ca. 500 Euro rechnen!

Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, dass du dir den Wirkstoff bestellst und eine Eigenbehandlung durchführst.

Davon rate ich dir aber ausdrücklich ab!

Das mechanische Peeling und wie es dir nutzt

Kommen wir nun zu den mechanischen Peelings.

Die mechanischen Peelings basieren auf ganz natürlichen Behandlungsmethoden.

Worin bestehen die Vorteile der mechanischen Peelings?

Durch mechanische Peelings wird deine Haut von Unreinheiten „abgeschuppt“.

Anders als bei chemischen Peelings gibt es keine Nebenwirkungen!

Mechanische Peelings können bei Problemhaut wie Akne super helfen.

Welche grundsätzlichen mechanischen Peelings gibt es?

Heilerde Peeling – lese meine Artikel dazu!

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Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Ich finde eine tolle Erklärung. Ich habe eine TCA hinter mir und nun merke ich wie beschrieben meine Poren sind besser weniger Falten aberbhabe bereits meine ersten Pickel wieder muss es also noch mal machen.

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